Gelege

Unsere testudo hermanni boettgeri Weibchen legen zweimal im Jahr (selten auch dreimal) zwischen fünf und acht Eier pro Gelege. Das erste Gelege ist dann je nach Witterung zwischen Mitte Mai und Mitte Juni. Ende August ist dann spätestens alles vorbei.

Testudo hermanni boettgeri Hermes: Hier sehen Sie unser großes Landschildkrötenweibchen beim legen
(Emma legt ihr erstes Gelege in der Mittagssonne)

Testudo hermanni boettgeri Hermes: Hier sehen Sie Senta beim legen im Freigehege
(Senta legt das erste Mal bei uns im Garten und Kati schaut von oben zu)

Die Eier von Senta konnten allerdings noch nicht befruchtet sein, da die beiden Weibchen viele Jahre ohne Männchen zusammen lebten.

Testudo hermanni boettgeri Hermes: Hier sehen Sie beide Landschildkrötenweibchen gleichzeitig beim legen
(Emma und Trude legen gemeinsam Frank schaut zu)

Offenbar fanden beide Weibchen Ort und Zeitpunkt ideal zum legen. (Ein Wetter zum Eierlegen)

Testudo hermanni boettgeri Hermes: Hier sehen Sie deutlich die Eier von einem Schildkrötengelege
(Hier kann man sehr schön die Eier sehen, die mit dem Fuß vorsichtig verteilt werden)

Die Eier sind recht groß und sehr stabil, trotzdem muss man beim ausgraben sehr vorsichtig arbeiten. Ich benutze dafür einen Malerhandfeger und die bloßen Hände. Eigentlich kommt man sich beim Graben vor wie ein Archäologe, der gerade eine seltene Tonscherbe ans Licht bringt. Bevor die Eier heraus genommen werden, mache ich ein Kreuz an der obersten Stelle des Eies um es in genau dieser Lage in den Brüter zu überführen. Das ist besonders wichtig, wenn die Eier vor ein paar Tagen gelegt wurden.

Nach etwa 24 Stunden sollte ein Ei auf gar keinen Fall gedreht werden. nach dieser Zeit hat sich bereits der Fötus oben angeheftet und würde dann sterben oder missgebildet sein.

Das kreuz wird mit einem weichen Bleistift aufgetragen. Wenn die Oberseite markiert ist, kommen bei uns noch weitere Zeichen hinzu:
Name der Mutter Emma = E 1 Datum

Somit ist es später einfacher das Schlupfdatum zu bestimmen. Nun kommen die Eier in eine PVC Schale mit Vermiculite. Hierbei handelt es sich um ein feuchtigkeits- speicherndes Granulat. Anschließend bringen wir die Eier in den ca. 32 Grad warmen Brüter.

Die Schlupfrate beträgt etwa 80%. ist ein Ei nicht befruchtet sieht man das schon nach der ersten Woche. Bei den befruchteten Eiern entsteht oben ein weißer Kranz der dann immer deutlicher wird. Später wird das Ei dann immer undurchsichtiger und die Schale wird strahlend weiß. Trotzdem lassen wir vorerst alle Eier im Brüter.

Bei manchen kann man jedoch sehr schnell erkennen, dass dort kein Schlüpfling heranwächst. Die Eier werden braun und fleckig, dass Ei ist faul. Diese Eier nehmen wir sehr behutsam heraus. Platzt ein solches Ei womöglich im Brüter, können die anderen Eier schaden nehmen.

Darüber hinaus sollte man die Eier in Ruhe lassen. Das herausnehmen und durchleuchten der Eier kann den Schlüpfling empfindlich stören oder sogar töten. Ich spreche hierbei aus eigener Erfahrung.

Das erste Gelege wurde von mir häufig herausgenommen und mit einer Taschenlampe durchleuchtet. Meine Neugierde führte dazu, dass alle Schlüpflinge unserer testudo hermanni boettgeri im Ei abstarben.

Der Schlupf

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Testudo hermanni boettgeri Hermes: Hier sehen Sie das Köpfchen einer Nachzucht aus dem Ei schauen
(Ab jetzt kann es noch bis zu 24 Stunden dauern)

Testudo hermanni boettgeri Hermes: Hier sehen Sie eine schlüpfende Landschildkröte
(Bald ist es soweit)

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